Die feministische fakultät fem! und die Akademie Frankenwarte, Würzburg laden gemeinsam ein:


Postpatriarchales Chaos – und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern

Lesung von und Diskussion mit Antje Schrupp

Mittwoch, 16. September 2026, 18-20 Uhr, online

‘Nieder mit dem Patriarchat’ ist ein Slogan, der hin und wieder auf Demonstrationen zu lesen und zu hören ist. Ist das eine Antwort auf das heutige weltweite politische Durcheinander? Antje Schrupp analysiert: «Die aktuellen politischen Entwicklungen sind kein Beweis für die bleibende Stärke des Patriarchats, sondern Anzeichen für dessen Ende.»

Sie beschreibt historische Entwicklungen des Patriarchats, die Generationen von Frauen, die sich aufgelehnt haben. Sie sieht die positiven Entwicklungen und damit auch die gewachsenen Widerstände bei Männern, die sich Frauen überlegen sehen wollen.

Welche feministischen Überlegungen und Aktivitäten können zukunftsfähig werden? Was kann jede freiheitsliebende Person – in Verbundenheit mit den anderen – zu einem erfreulichen Leben und zu einer erfreulichen Welt beitragen? Antje Schrupp vertraut auf die Tragfähigkeit von Beziehungen, nicht als Seilschaft, aber als menschliche Grundvoraussetzung und ein Talent, über das wir alle verfügen.

Antje Schrupp liest aus ihrem aktuellen Buch «Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern» und diskutiert ihre Ansätze mit den Teilnehmerinnen. Zita Küng moderiert die Veranstaltung.

Anmeldung und Kosten online-Call:

Schweiz: CHF 25 bis 45, bitte anmelden hier

witschi@fem-fakultaet.net

Deutschland/Österreich: EUR 15, bitte anmelden hier

info@frankenwarte.de

 

vorab.lesen Gemeinsam lesen. Gemeinsam denken. Gemeinsam fragen.

Mittwoch, 9. September 2026, 19-20 Uhr, online

Eine Woche vor der Lesung treffen wir uns zu einem moderierten Online-Lesekreis. Gemeinsam vertiefen wir zentrale Gedanken des Buches, teilen Fragen und Irritationen und erkunden, was die Lektüre in uns bewegt. Einige Reflexionsfragen, die wir vorab verschicken, begleiten den Austausch.

Der Lesekreis kann als Vorbereitung auf die Begegnung mit der Autorin dienen – oder einfach als eigenständiger Raum für gemeinsames Denken.

Für alle, die zur Lesung angemeldet sind, ist die Teilnahme kostenlos.

Für alle anderen ist der Lesekreis ebenfalls offen; wir freuen uns über einen Teilnahmebeitrag – Richtwert CHF 15

Der Zugangslink und die Reflexionsfragen werden automatisch zugeschickt.

Hier anmelden witschi@fem-fakultaet.net

 

fem! Referentin


Dr.in Antje Schrupp ist Journalistin und Politologin. Sie ist Mitgründerin des Online-Forums Beziehungsweise weiterdenken.

Sie ist Mitglied im Präsidium der Evangelischen Frauen in Deutschland und schreibt verschiedene Blogs, u.a. ‘Aus Liebe zur Freiheit.

Ihr aktuellstes Buch ist «Postpatriarchales Chaos», Aufbau Verlage Berlin, 2026.

 

 

www.antjeschrupp.de

fem! Veranstaltung in Bern

Einführung in die feministische Ökonomie

Ein Angebot für Frauen*, die mehr wissen möchten über Politiken und Kämpfe rund um Sorgearbeit

Samstag, 1. November 2025, 10.00-16.00 Uhr im CAFE HUEBER  Huberstrasse  13 A, 3008 Bern

 

40 Jahre Gleichstellungspolitik: Zeit für eine Bilanz. Die Einkommenslücke der Frauen beträgt 100 Milliarden Franken im Jahr. Und ihre Renten sind rund 35 Prozent tiefer als jene der Männer. Nicht etwa, weil sie weniger arbeiten, sondern weil sie weniger verdienen. Ökonomische Unabhängigkeit ist für die allermeisten bis heute keine Realität geworden. Irgendwo sind wir falsch abgebogen.

 

Wir werfen einen Blick in die Geschichte: Aus welchem Stoff waren die Visionen früherer Feministinnen? Was waren die Kontroversen? Und wie hängen sie mit historischen Entwicklungen zusammen? Die Geschichte der feministischen Diskussionen rund um Arbeit zeigt, wie sich die heutige Vorstellung von Gleichberechtigung entwickelt und etabliert hat. Und sie zeigt auch, dass es sich dabei nicht um die logische Konsequenz einer Fortschrittsgeschichte handelt. Vielmehr leben wir in einem spezifischen Status Quo, der in seiner Normalität hinterfragt und anders gedacht werden kann.

 

Und jetzt? Die Frage nach dem Wert der Arbeit von Frauen wird in den feministischen und Frauenbewegungen schon lange thematisiert. Welche (wirtschafts-)politischen Fragen stellen sich heute noch ähnlich? Welche stellen sich neu? Und welche Handlungsspielräume eröffnen sich uns für feministische Politik und Praxis?

 

Hinweis: Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. 

 

Der Kurs wird ab 5 Teilnehmerinnen* durchgeführt.

Kosten: CHF 300 – 500 (nach eigenem Ermessen)

 

 

 

 

Referentinnen

 

Die drei Kursleiterinnen sind Mitgründerinnen des Büro für Feminismus

www.buero-feminismus.ch

 

Anja Peter (links) ist Historikerin, Aktivistin, Mutter und Hausfrau. Mit langjähriger Erfahrung in der Gleichstellungsarbeit bei den Gewerkschaften und in der öffentlichen Verwaltung. Sie forscht, publiziert und vermittelt zu Fragen von Care-Ökonomie, wirtschaftlicher und betrieblicher Gleichstellung von Frauen, feministischen Perspektiven auf Wirtschaft und zu geschlechterhistorischen Fragen zur sozialen Sicherheit, insbesondere zur Altersvorsorge.

Mirjam Aggeler (mittig) hat Bauspenglerin gelernt und Design und Literarisches Schreiben studiert. Sie ist Mutter und Aktivistin und beschäftigt sich mit feministischer Ökonomie, sozialer Nachhaltigkeit, der gesellschaftlichen Organisation von Sorgearbeit sowie mit Alternativen zum Kapitalismus.

Jana Freundt (rechts) ist an der Hochschule Luzern tätig. Sie verfügt über einen B.A. in Französischer Sprachwissenschaft, einen M. Sc. in Economics und einen Dr.rer.pol. des Hamburger Graduiertenkollegs Politik, Ökonomie & Philosophie. Zu den Bereichen Gleichstellung und soziale Ungleichheiten arbeitet sie in der Forschung, Politikberatung und Lehre.

 

Neugierig? Vorfreudig? Dann…